Macy’s Thanksgiving Day Parade

Macys Parade in New YorkWieder einmal ist es Zeit fuer die MACY’S THANKSGIVING DAY PARADE am 22. November. Sie beginnt um 9 Uhr morgens an der Ecke “77th Str. & Central Park West“, verlaeuft dann suedlich weiter auf der “7th & 6th Ave.“, um schliesslich am “Harold Square und der 34Str.“ zu enden.

Die Parade fand 1924 zum ersten Mal statt undwar die Idee von Macy’s-Mitarbeitern. Zu dieser Zeit waren die meisten Angestellten Einwanderer der ersten Generation, welche mit dieser Parade ihren Stolz auf ihre neue Heimat zum Ausdruck bringen wollten. Nachdem sich die Parade zu einem solch grossen Hit entwickelte, hat Macy’s seither jedes Jahr die Parade gesponsort.

Wie in den vergangenen Jahren setzt sich die Parade wieder aus sehr vielen Gruppen, Umzugswagen & Marschkapellen zusammen. Und natuerlich werden auch die riesigen, mit Helium gefuellten Ballons in Form von beliebten Kinderbuch- oder Filmfiguren nicht fehlen. Dieses Jahr kann man sich zum Beispiel auf Spider-Man, SpongeBob, SquarePants, Kermit den Frosch, Shrek, Kung Fu Panda und Snoopy freuen – nur um einige zu nennen. Die Ballons sind enorm gross – Kermit zum Beispiel ist 10 Meter breit, 13 Meter lang und fliegt 17 Meter ueber dem Boden. Es braucht dafuer 8 Leute, die ihn vom Boden aus mit Seilen steuern!

Auch die mitwirkenden Bands der Parade sind sehr gross – zwischen 50 und 100 Musikanten jeweils – und sie kommen aus allen Ecken der USA. Unter anderem wird dieses Jahr auch die “Banda Musical Delfines“ aus Veracruz/Mexico mit dabei sein.

Es wird erwartet, dass wieder ungefaehr 3.5 Millionen Menschen die Parade – welche uebrigens an die 10.000 Beteiligte hat – auf ihrem Weg von der 77th Str. bis zum Harold Square verfolgen.

Verrezano Brücke
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Der New York Marathon

Where the race starts

Where the race starts

Der New York Marathon wurde zum ersten Mal im Jahr 1970 veranstaltet. Damals bestand die Strecke aus einer Schleife im Central Park in Manhattan. Der Sieger dieses Marathons war Gary Muhrcke. Es überquerten damals nur 55 Läufer die Ziellinie und es gab auch nur ein paar hundert Zuschauer, welche die teilnehmenden Läufer beobachteten. Die Veranstaltung bekam seinen stärksten Antrieb im Jahr 1976 durch die Feier zum 200. Gründungstag der Vereinigten Staaten. George Spitz, der Berater der Stadt, hatte dazu vorgeschlagen, den Marathon einmalig auf eine Strecke durch alle 5 Stadtteile zu planen. Dieses Rennen wurde dann ein solch großer Erfolg, dass der Streckenverlauf für alle weiteren, jährlichen New York Marathons beibehalten wurde. Zwei Jahre später gewann die Norwegerin Grete Watiz den Damen-Marathon mit einer Weltrekordzeit von 2.32.30h und das insgesamt unglaubliche 9 Mal. Heute ist der New York Marathon die größte Marathon-Veranstaltung der Welt mit insgesamt 48.000 Läufern in diesem Jahr.

Der einzige Stadtteil von New York auf dem Festland ist die Bronx – nachdem New York, ähnlich wie Venedig, hauptsächlich auf Inseln gebaut ist. Das Rennen beginnt am westlichen Ende der Verrazano-Brücke im Stadtteil Staten Island (Giovanni da Verrazano arbeitete für den französischen König und war der erste Europäer, der im Jahr 1524 den Hafen von New York erreichte auf der Suche nach einer Passage nach Asien). Die Brücke ist 1.298 Meter lang, hat 2 Ebenen und wird von ca. 200.000 Autos pro Tag befahren. Die Brücke endet in Brooklyn, den größten Stadtteil von New York mit 2,5 Mio. Einwohnern, welcher sich auf der Insel Long Island befindet – ebenso wie der Stadtteil Queens. Nach 21 km überqueren die Läufer die Pulaski-Brücke (Casimir Pulaski war ein polnischer Edelmann, der in der Amerikanischen Revolution kämpfte und bis zum Rang eines Generals aufstieg; er starb in der Schlacht von Savannah). Queens ist der zweitgrößte Stadtteil mit ca. 2,3 Mio. Einwohnern, von denen nahezu 50% im Ausland geboren wurden. Von Queens aus führt die Route über die Queensboro-Brücke (mittlerweile, nach dem früheren Bürgermeister E. Koch, auch Koch-Brücke genannt). Der Brückenaufgang ist wegen des steilen Anstiegs der schwierigste Teil des gesamten Marathons. Die Queensboro-Brücke endet im Stadtteil Manhattan – welcher ebenfalls eine Insel ist und eine Bevölkerung von ca. 1,6 Mio. aufweist. Die Insel wurde nach den Manhattoes Indianern benannt. Von Manhattan führt die Strecke weiter über die Willis Av.-Brücke zur Bronx auf dem Festland. Die Läufer nennen die Brücke auch „Die Mauer“ – sie liegt ungefähr bei der 20 Mile-32 km-Marke des Rennens und viele Läufer kommen hier an einen Punkt, an dem sie durch einen mittlerweile niedrigen Energiepegel bereit sind aufzugeben. Von der Bronx geht es dann zurück über die Madison Av.-Brücke nach Manhattan. Das Rennen endet im Central Park beim „Tavern on the Green“. Die maximal mögliche Laufzeit für den Marathon beträgt 8 ½ Stunden ab dem Start um 10.10h.

Durch das Bombenattentat in Boston sind nun leider noch mehr Sicherheitsmaßnahmen notwendig geworden, um eine sichere und problemlose Veranstaltung zu gewährleisten. Familienangehörige an der Ziellinie müssen durch ein spezielles Screening gehen, sämtliche Taschen in der Nähe des Marathons werden untersucht und um Waren zu transportieren werden durchsichtige Plastikbeutel verwendet. Ich empfehle Zuschauern idealerweise ganz auf Taschen zu verzichten. Falls Sie auf keinen Fall darauf verzichten können, dann kaufen Sie sich am besten eine billige durchsichtige Plastiktüte und verstauen Sie darin Ihre Sachen. Ob als Teilnehmer oder Zuschauer – ich wünsche Ihnen einen großartigen Marathon-Tag !

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Winter in New York

Der Winter ist eine gute Zeit, um New York City „inside“ kennen zu lernen. Damit meine ich vor allem die Vielzahl an Weltklasse-Museen, die in New York beheimatet sind. Das Metropolitan Museum nennt eine der vielfaeltigsten Sammlungen der Welt ihr eigen – von Picasso ueber japanische Ruestungen bis hin zu Artefakte aus aegyptischen Graebern. Um wirklich alle verschiedenen Abteilungen des Museums zu erkunden, kann ein ernsthafter Besucher gut den Grossteil einer ganzen Woche darin verbringen.

 Gegenueber des Central Parks, von der Met aus, befindet sich das American Museum of Natural History. Dieses Museum ist ein wahrer Schatz von New York und das groesste Museum seiner Art in der Welt. Wie in der Met, kann man auch dort viele Tage verbringen, um all die Exponate ausfuehrlich zu besichtigen. Das Museum beherbergt die groesste Sammlung von Dinosaurier-Fossilien mit Nestern, welche mit Eiern des Tyrannosaurus Rex gefuellt sind – dies nimmt fast eine ganze Etage des Museums in Anspruch. Auch die Sammlung von Edelsteinen und Mineralien sollte sich wirklich niemand entgehen lassen.

MOMA  – Das Museum of Modern Art – gegruendet von Mrs. Rockefeller und einigen ihrer Freunde – hat eine hervorragende Sammlung zeitgenoessischer moderner, amerikanischer und europaeischer Kunst. Ein Geheimtipp… immer Freitag nachmittag ist der Eintritt frei! Das Guggenheim  ist das einzige Gebaeude in New York City, das von dem beruehmten Architekten Lloyd Wright entworfen wurde. Neben einer Dauerausstellung bietet das Museum auch viele Sonderausstellungen waehrend des Jahres an.

Auf der 5th Av. ist das Museum der Stadt New York zu finden, in dem es immer Sonderausstellungen gibt, die sich auf die Vergangenheit und die Zukunft der Stadt beziehen. Ein paar Blocks weiter ist das Cooper Hewitt Museum of National Design und ebenfalls auf der 5th Av. befindet sich im Frick Familienanwesen die sehr sehenswerte Frick Collection.

 Die Neue Galerie ist spezialisiert auf oesterreische, deutsche und Schweizer Maler.Nebenbei bemerkt, gibt es dort auch eine ausgezeichnete Cafeteria! Das Whitney Museum of American Art  auf der Madison Av. ist ein Muss fuer jeden, der sich fuer die Entwicklung der modernen amerikanischen Kunst interessiert. Das ehemalige Anwesen von Pierpont Morgan, dem beruehmten Bankier des goldenen Zeitalters, beherbergt die Morgan Library  mit seltenen Buechern und anderen Gegenstaenden aus der Sammlung von Mr. Morgan.

Das Polizei Museum in Lower Manhattan ist immer einen Besuch wert. Es zeigt das Wachstum der Polizei im Laufe der Zeit – von vormals einer kleinen Stadt-Polizei, die nun mittlerweile 40.000 Polizisten sowie zusaetzlich sehr viele zivile Angestellte beschaeftigt, um eine Stadt von ueber 8 Millionen Einwohnern – aus der ganzen Welt kommend – zu schuetzen. Am Bowling Green an der Spitze von Manhattan finden wir das alte Zollhaus, das jetzt eine Aussenstelle des Museum of the American Indians aus Washington DC ist.

Gegenueber dem East River in Brooklyn haben wir das U-Bahn-Museum  der Stadt, das sich in einer mittlerweile seit vielen Jahren nicht mehr genutzten U-Bahnstation befindet. Es liegt zwischen Schermerhorn Str. und Boerum Pl. Eine kurze Fahrt von dort mit der Linie 2 bringt uns zum Brooklyn Museum, das groesste Museum im Stadtteil Brooklyn mit einer gut abgerundeten Sammlung von Kunst.

 

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Frühling & Ostern in New York

Nachdem Ostern dieses Jahr nur wenige Tage nach Fruehlingsbeginn ist, kann man durchaus sagen, dass der diesjaehrige Fruehling mit der „Macy’s Easter Flower Show“ beginnt. Das Thema der Ausstellung ist „Garden Colors“ und sie befindet sich im Erdgeschoss des Macy’s Hauptgebaeudes zwischen 7th Av. und dem Herald Square. Die Ausstellung ist vom 24. Maerz bis 2. April zu den normalen Shop-Zeiten von Macy’s geoeffnet – nicht nur fuer Macy’s-Kunden, sondern auch fuer Besucher, die nur die Ausstellung besichtigen moechten. Wie schon in der Vergangenheit wird Macy’s auch dieses Jahr ganz sicher sein gesamtes Erdgeschoss mit einem wahrlich exquisiten, opulenten und ins Auge stechenden Feuerwerk an Blumen, kleinen Baeumen und Straeuchern verwandeln. In der Tat wird dabei von Macy’s inmitten von Manhattan ein botanischer Garten geschaffen. Sicher unnoetig zu erwaehnen, dass der Herald Square dazu noch eine Erweiterung dieser Fuelle an Farben und visuellen Effekten bietet.

Am Ostersonntag, dem 31. Maerz, findet dann auch DAS grosse, jaehrliche Event von Midtown Manhattan statt – die „Easter Day Parade“ auf der 5th Av. zwischen 49th und 57th Street. In frueheren Zeiten war dies der Tag, an dem die New Yorker in ihrer feinsten Garderobe nach der Ostermesse die 5th Av. auf und ab flanierten – um sehen und gesehen zu werden. Besonders fuer die Damen war das Tragen eines sogenannten „Easter Bonnet“ (das Neueste in Sachen Hutmode) ein absolutes Muss. Heutzutage haben wir eine neuere Version dieser Parade, aber ebenfalls mit einem grossen Schwerpunkt auf „Easter Bonnets“ in allen Formen und Groessen.

Darueber hinaus hat New York den sehr grossen Vorzug, auch generell 2 wundervolle botanische Gaerten zu haben – einen in der Bronx (U-Bahn-Linien B/D) und einen in Brooklyn (U-Bahn-Linien B/Q).

Im Botanischen Garten in der Bronx startet in diesem Fruehjahr die besondere Veranstaltung „Monet’s Garten“ (19. Mai – 21. Oktober). Diese Ausstellung zeigt einen Garten, der sich mit den Jahreszeiten veraendert – und zwar in Farbe und Komposition, so wie es Monet fuer viele seiner Gemaelde verwendet hat. Zusaetzlich gibt es seit dem 2. Maerz bis zum 22. April eine Orchideen-Schau (wussten Sie, dass Orchideen eigentlich Parasiten sind?), die mit Hunderten verschiedenen Arten die Besucher bei dieser farbenfrohen Ausstellung verzaubern wird. Bis 26. Mai gibt es ferner eine Ausstellung mit Skulpturen des bekannten spanischen Kuenstlers Monolo Voldes. Und nicht vergessen… am 11. Mai ist Muttertag und was koennte es bei all der Blumenpracht Besseres geben, als mit Ihrer Mutter einen der Botanischen Gaerten in der Bronx oder Brooklyn zu besuchen.

Der Botanische Garten in Brooklyn ist bekannt fuer seine Kirschbaum-Promenade, die ab Ende April bis in den Mai hinein ganz praechtig blueht. Der Duftgarten wurde 1955 eingefuehrt und war der erste Garten, der speziell fuer sehbehinderte Menschen errichtet wurde. Es gibt auch einen tollen Garten fuer Kinder im Alter von 12 bis 17 Jahren. Mein Lieblingsort im Botanischen Garten ist das Bonsai Museum mit ueber 300 lebenden Beispielen. Diese Sammlung von Bonsai-Baeumen ist vermutlich die Groesste ausserhalb von Japan. Ein weiterer Favorit von mir ist der Wuestenpavillon mit Hunderten von Wuestenpflanzen aus der ganzen Welt. Man kann durchaus sagen, dass dieser Pavillon eine sehr wirklichkeitsnahe Wuestenlandschaft/Savanne zeigt.

Der Sakura Park, neben General Grant’s Mausoleum, ist ein Juwel, das nur sehr wenigen bekannt ist. Dieser Park wurde von japanischen New Yorker Buergern im Jahre 1912 gegruendet, als sie der Stadt 2.500 Kirschbaeume spendeten. 1960 hat New York’s Partnerstadt – Tokyo – der Stadt einige weitere tausend Baeume geschenkt. Die groesste Sammlung von Kirschbaeumen in den USA findet man uebrigens – ueber dem Hudson in New Jersey – im Branch Brook Park.

Die neueste Erweiterung der New York City Parkanlagen ist der Hudson River Park, der sich von der 57th Street bis zum suedlichen Ende von Manhattan erstreckt. Dieser langgezogene Park verfuegt ueber seine ganze Laenge ueber einen Fahrradweg und auch Wanderweg, an denen es zahlreiche Plaetze gibt um einfach nur zu Sitzen, die Aussicht zu geniessen oder Leute zu beobachten. Der „Pier 84“ neben dem “Intrepid Air & Space Museum“ (der Intrepid ist ein Flugzeugtraeger) ist ein hervorragender Ausgangspunkt fuer einen gemuetlichen Spaziergang bis hinunter zum Ende von Manhattan. Der Park wurde mit einer sehr grossen Vielfalt an Straeuchern, Baeumen, Graesern und Blumen bepflanzt und zeigt in den Fruehlingsmonaten April und Mai ganz wundervoll alle verschiedenen Farben der Natur.

Auch ein sehr guter Platz fuer einen Fruehlingsspaziergang ist der Highline Park, welcher auf stillgelegten, erhobenen Bahngleisen angelegt ist. Dieser Park erstreckt sich von der 30th Street bis zur Gansevoort Street im Village. Am suedlichen Ende des Parks baut das Whitney Museum einen grossen Museumskomplex um dort zukuenftig einige seiner Sammlungen zu beherbergen. Dadurch dass die Gleise etwa 7-8 Meter erhoet sind  bietet der Park dem Besucher auch einen etwas anderen Blick auf die Stadt.

Eine gute Kombination zum Spazierengehen waehre es zuerst auf der 8 Av. biss zur 30 st. gehen, dan rechts rueber zur 10 Av. und dort auf die Highline. Die Highline biss zum ende gehen und dan rueber zum Hudson River Park , beim Fluss, und weitergehen biss zum Ende von Manhattan.