Die europäische Geschichte von New York beginnt mit Giovani Verrazzano, einem für König Francois I. von Frankreich zur See fahrenden Kapitän. Im Jahre 1524 betrat Verrazzano eine große Bucht, die später als der New Yorker Hafen bekannt werden sollte. Das nächste Auftauchen von Europäern in dieser Bucht wurde 85 Jahre später verzeichnet. Im Jahre 1609 erforschte Henry Hudson, ein britischer Seemann, der in Diensten der Niederländer stand, mit seinem Schiff „Halbmond“ die Wasserwege rund um die Bucht. Die Niederländer waren Handelsleute und durch Hudson’s Bericht, der über die zahlreich vorhandenen Biber, Füchse, Marder und andere Pelztiere erzählte, sahen die Niederländer eine Chance ihren sterbenden Pelzhandel wiederzubeleben, den sie vorher mit Russland hatten.

Im Sommer 1624 brachte Kapitän Cornelius 30 Familien aus Holland nach Neu-Niederlande. Damit war der Grundstein gelegt für den Aufstieg einer Stadt, die einmal 8,5 Mio. Einwohner haben sollte. Im Jahre 1626 kaufte Direktor Peter Minuit, ein Deutscher aus Wesel am Rhein, die Insel Manhattan von den Lenapi Indianern für Waren im Wert von 60 Gulden. Da die Lenapi, wie alle Indianer, keinerlei Erfahrung mit Privateigentum hatten, kann man mit Sicherheit sagen, dass sie völlig ahnungslos darüber waren, was die Europäer im Sinn hatten.

Im Jahre 1647 wurde Peter Stuyvesant zum Generaldirektor ernannt und 1653 gründete er Neu-Amsterdams erste Stadtregierung. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Stadt ca. 1.000 bis 1.500 Einwohner, eine Windmühle und 19 Tavernen. Im Jahre 1646 kamen die Engländer mit 4 Fregatten und 2.000 Soldaten und aus New Amsterdam wurde New York, benannt nach dem Herzog von York. Im Jahre 1686 begründete die Dongan Charta (benannt nach Gouverneur Dongan) eine Form der Stadtverwaltung, die bis heute in Kraft ist. Um 1700 lag die Bevölkerungsanzahl bei 5.000 und zu Beginn der Amerikanischen Revolution im Jahre 1776 waren es rund 25.000. Im Jahre 1754 wurde das Kings College – später in das Colombia College umbenannt – gegründet.

Nach der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika wurde die Stadt zur Hauptstadt des neuen Landes bis 1790. Bei der Volkszählung 1790 lag die Bevölkerungsanzahl der Stadt bei 33.000 Einwohner. Im April 1789 wurde George Washington als erster Präsident der USA in der Federal Hall von Manhattan vereidigt. Im Jahre 1811 legte eine Kommission das Straßenraster-System für Manhattan fest, das wir noch heute haben. Noch bis 1825 wurden hunderttausende Rinder zu Henry Astors „Bull’s Head Taverne“ in Lower Manhattan getrieben zum Verkauf und zur Schlachtung. Da der Gestank um diesen Betrieb unerträglich wurde für die wachsende Stadt, kam es zu einer Umsiedelung in die 23. Straße.

In den Jahren 1776, 1835 und 1845 zerstörten Großbrände eine großen Teil der Stadt. Ab 1842 wurde Wasser aus dem Croton Reservoir im Westchester Bezirk in einen See in der Mitte von Manhattan geleitet und von dort aus in ein Reservoir – welches heute die Bibliothek in der 42. Straße und der Bryant Park ist – um endgültig die ausreichende Wasserversorgung für eine effektive Brandbekämpfung sicher zu stellen und auch um den regelmäßigen Ausbruch der Cholera aufgrund unsauberem Wassers zu vermeiden.

Die Black Ball Schifffahrtslinie startete im Jahr 1818 mit einem regulären Service zwischen der Stadt und Liverpool mittels eines Frachtschiffs an jedem 1. eines Monats. Bald darauf machten andere Gesellschaften dasselbe, so dass dadurch ein regulärer Transatlantik-Verkehr zwischen der Stadt und zahlreichen europäischen Häfen begründet wurde. Im Jahre 1831 wurde mit der New York University eine Institution gegründet, die heute über 50.000 Studenten zählt. 1825 wurde der Erie Canal freigegeben, eine Maßnahme welche für den Mittleren Teil des Kontinent über die großen Seen eine Öffnung für Waren und Personen bedeutete, die aus Lower New England und Europa via New York kamen. Die Begründung der Eisenbahn in den 1840er Jahren stärkte ebenfalls die wirtschaftliche Position der Stadt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt das wirtschaftliche und finanzielle Kraftzentrum der Vereinigten Staaten. Die Volkszählung von 1860 zeigte eine Bevölkerungszahl von 813.000 Einwohnern. Cooper Union, die freie Universität, eröffnete im Jahr 1859. Heute bezieht Cooper Union sein Einkommen hauptsächlich aus der Vermietung von Immobilien aus dem Chrysler Building. Ebenfalls in den 1850er Jahren erwarb die Stadt für 5 Millionen Dollar das Land, welches später der Central Park werden sollte. Die Landschaftsarchitekten Olmsted und Vaux wurden ausgewählt, den Park zu entwerfen und zu bauen – er wurde im Jahre 1873 offiziell eröffnet. In den 1850er Jahren fanden Eisenbahnen auf Trassen ihren Weg in die Stadt. 1883 wurde die Brooklyn Bridge eröffnet, welche von der Roeblig Company gebaut wurde – diese waren Einwanderer aus Schwaben. Das Geschenk von Frankreich an New York – die Freiheitsstatue – wurde für die Öffentlichkeit im Jahre 1886 freigegeben (die Insel, auf der sie steht, gehört eigentlich zu New Jersey).

Zwischen 1860 und dem 1. Weltkrieg kamen ca. 18 Millionen Einwanderer per Schiff nach New York City – die 2 letzten großen Wellen waren Italiener und osteuropäische Juden. Die Überbevölkerung war ein großes Problem, das ab den 1820er Jahren bis zum Ende des Jahrhunderts zu vielen überfüllten, dreckigen Slums auf weiten Teilen von Lower Manhattan führte. Die Massenpanik von 1893 war die Schlimmste welche die Stadt bis heute erlebt hat. Bei einer Gesamtbevölkerung von 1,5 Millionen Einwohnern waren nahezu 100.000 arbeitslos, viele mehr nur kaum beschäftigt und über 20.000 Leute lebten auf der Straße während einem der schlimmsten Winter der Geschichte.

Der Bau der ersten U-Bahn startete 1900, Grand Central und die Stadtbibliothek von New York wurden 1914 eröffnet. Die Bauarbeiten des Woolworth Buildings dauerten 3 Jahre und es wurde 1913 eröffnet. Noch heute zählt es zu den 100 höchsten Gebäude der Vereinigten Staaten. Nach dem 1. Weltkrieg begann in der Stadt die Ära der Art Deco Wolkenkratzer. Viele der schönsten Wolkenkratzer wurden während dieser Periode gebaut, deren Höhepunkte das Chrysler Building 1933 und das Rockefeller Center, ebenfalls 1933, waren. Zu dieser Zeit ergriff die Weltwirtschaftskrise die Stadt und bis nach 1945 gab es keinen weiteren Neubau eines Hochhauses mehr.

Nach dem Krieg verließen viele Industrien – wie zum Beispiel die Textilindustrie – die Stadt und siedelten sich in anderen Ländern an (Fernost, China). Ende der 1980er Jahre stoppte endlich der Abstieg der Stadt. Die Stadt begann sich selbst neu zu erfinden und heute ist sie ein treibender Platz für 8,5 Millionen Personen, von denen 45% keine gebürtigen Amerikaner sind.

Deutsche waren von Anfang an ein Teil von New York/New Amsterdam. Peter Minuit aus Wesel am Rhein integrierte New Amsterdam im Jahre 1626 und verwaltete es für die Niederländer. Zwischen 1626 und der Mitte des 19. Jahrhunderts kamen sehr viele Deutsche in die Stadt und 1855/1860 hatte sie die drittgrösste deutsche Bevölkerungszahl einer Stadt nach Wien und Berlin. Der Begriff “deutsch” ist im weitesten Sinne zu sehen, denn es gab damals kein Deutschland, sondern nur deutschsprachige Staaten wie z.B. Preussen etc.

Kleindeutschland wurde durch deutschsprachige Viertel wie Bayern, Hessen, Schwaben, Preussen etc. geschaffen und spiegelte die Situation in Europa wider. Um 1860 gab es ca. 200.000 Deutsche in der Stadt, viele davon lebten in Kleindeutschland, und machten insgesamt ein Viertel der Gesamtbevölkerung aus. Auf seinem Höhepunkt hatte Kleindeutschland eine Fläche von ca. 400 Blocks mit dem Tompkins Square in seiner Mitte.

Die deutschen Einwanderer waren anders als viele andere Einwanderergruppen, da die meisten gut gebildet waren und Handelsfähigkeiten hatten – dies machte sie ideal für ein Leben in der Stadt. Besonders nach der gescheiterten Revolution 1884 kamen sehr viele hochgebildete Deutsche nach New York und Kleindeutschland. Es gab sehr viele Geschäfte, kleine Fabriken, Vereine, Bierhallen, Gesangsvereine, Kirchen und Synagogen – es war eine deutsche Stadt innerhalb New York. Viele der Viertel starteten Clubs für z.B. Schwäbisch, Bayerisch, Plattdeutsch etc., welche bis in die 1920er Jahre überlebt haben. Leider gibt es heute nur noch einen einzigen deutschen Verein, der in Manhattan ist und “Der Liederkranz” heisst.

Kleindeutschland war ein heisses Pflaster in Bezug auf politische Aktivitäten mit Verbänden wie dem Kommunisten-Klub, der Arbeiter-Liga, den Ersten Internationalen Anarchisten und anderen. Das hauptsächliche Interesse galt der Verbesserung der Arbeitsbedingungen (8-Stunden-Tag) und der Abschaffung der Kinderarbeit. Oswald Ottendorfer, der Herausgeber der Staatszeitung, war Mitte des 19. Jahrhunderts der unangefochtene Führer der Gemeinschaft. Er verhalf Bürgermeister Gunther zu seiner Wahl 1863 und auch Bürgermeister Havemeyer zu seiner Wahl 1872, unterlag selbst aber bei seiner Bürgermeisterwahl 1874.

Als immer mehr Einwanderer aus Osteuropa und Italien kamen, begann die 2. und 3. Generation der deutschen Einwanderer von Kleindeutschland wegzuziehen. Langsam wurde aus dem Gebiet dann die Lower East Side mit ihren Mietshäusern und den überfüllten Wohnverhältnissen.

Wenn man ein Datum definieren wollte, das den schnellen und endgültigen Niedergang von Kleindeutschland noch beschleunigte, dann wäre dies sicher das der schlimmsten zivilien Schiffskatastrophe in der amerikanischen Geschichte. Am 15. Juni 1904 organisierte die Evangelisch-Lutherische Kirche St. Mark (heute eine Synagoge) einen Picknick-Ausflug auf dem Raddampfer “General Slocum” um das Ende des Schuljahres zu feiern. Kurz nach der Abfahrt brach ein Feuer auf dem Schiff aus. Durch den schlechten Zustand der Rettungsboote sowie der Schwimmwesten und der Unfähigkeit des Kapitäns kamen 1.021 Frauen und Kinder ums Leben.

Heutzutage gibt es nur noch wenige Erinnerungen an das, was einmal die drittgrösste deutsche Stadt der Welt war. An der 2nd Av. & St. Mark Str. gibt es die “Freie Bibliothek mit Lesesaal” und die “Deutsche Apotheke” – beides ein Vermächtnis der Ottendorfer Familie an die Gemeinde. Im Tompkin Square Park gibt es ein kleines Denkmal zur Erinnerung an die Slocum-Katastrophe und an der 8th Str. gibt es das Gebäude der früheren “Deutsch-Amerikanischen Schützengesellschaft”.

Macys Parade in New YorkWieder einmal ist es Zeit fuer die MACY’S THANKSGIVING DAY PARADE am 22. November. Sie beginnt um 9 Uhr morgens an der Ecke “77th Str. & Central Park West“, verlaeuft dann suedlich weiter auf der “7th & 6th Ave.“, um schliesslich am “Harold Square und der 34Str.“ zu enden.

Die Parade fand 1924 zum ersten Mal statt undwar die Idee von Macy’s-Mitarbeitern. Zu dieser Zeit waren die meisten Angestellten Einwanderer der ersten Generation, welche mit dieser Parade ihren Stolz auf ihre neue Heimat zum Ausdruck bringen wollten. Nachdem sich die Parade zu einem solch grossen Hit entwickelte, hat Macy’s seither jedes Jahr die Parade gesponsort.

Wie in den vergangenen Jahren setzt sich die Parade wieder aus sehr vielen Gruppen, Umzugswagen & Marschkapellen zusammen. Und natuerlich werden auch die riesigen, mit Helium gefuellten Ballons in Form von beliebten Kinderbuch- oder Filmfiguren nicht fehlen. Dieses Jahr kann man sich zum Beispiel auf Spider-Man, SpongeBob, SquarePants, Kermit den Frosch, Shrek, Kung Fu Panda und Snoopy freuen – nur um einige zu nennen. Die Ballons sind enorm gross – Kermit zum Beispiel ist 10 Meter breit, 13 Meter lang und fliegt 17 Meter ueber dem Boden. Es braucht dafuer 8 Leute, die ihn vom Boden aus mit Seilen steuern!

Auch die mitwirkenden Bands der Parade sind sehr gross – zwischen 50 und 100 Musikanten jeweils – und sie kommen aus allen Ecken der USA. Unter anderem wird dieses Jahr auch die “Banda Musical Delfines“ aus Veracruz/Mexico mit dabei sein.

Es wird erwartet, dass wieder ungefaehr 3.5 Millionen Menschen die Parade – welche uebrigens an die 10.000 Beteiligte hat – auf ihrem Weg von der 77th Str. bis zum Harold Square verfolgen.

Verrezano Brücke
Where the race starts

Where the race starts

Der New York Marathon wurde zum ersten Mal im Jahr 1970 veranstaltet. Damals bestand die Strecke aus einer Schleife im Central Park in Manhattan. Der Sieger dieses Marathons war Gary Muhrcke. Es überquerten damals nur 55 Läufer die Ziellinie und es gab auch nur ein paar hundert Zuschauer, welche die teilnehmenden Läufer beobachteten. Die Veranstaltung bekam seinen stärksten Antrieb im Jahr 1976 durch die Feier zum 200. Gründungstag der Vereinigten Staaten. George Spitz, der Berater der Stadt, hatte dazu vorgeschlagen, den Marathon einmalig auf eine Strecke durch alle 5 Stadtteile zu planen. Dieses Rennen wurde dann ein solch großer Erfolg, dass der Streckenverlauf für alle weiteren, jährlichen New York Marathons beibehalten wurde. Zwei Jahre später gewann die Norwegerin Grete Watiz den Damen-Marathon mit einer Weltrekordzeit von 2.32.30h und das insgesamt unglaubliche 9 Mal. Heute ist der New York Marathon die größte Marathon-Veranstaltung der Welt mit insgesamt 48.000 Läufern in diesem Jahr.

Der einzige Stadtteil von New York auf dem Festland ist die Bronx – nachdem New York, ähnlich wie Venedig, hauptsächlich auf Inseln gebaut ist. Das Rennen beginnt am westlichen Ende der Verrazano-Brücke im Stadtteil Staten Island (Giovanni da Verrazano arbeitete für den französischen König und war der erste Europäer, der im Jahr 1524 den Hafen von New York erreichte auf der Suche nach einer Passage nach Asien). Die Brücke ist 1.298 Meter lang, hat 2 Ebenen und wird von ca. 200.000 Autos pro Tag befahren. Die Brücke endet in Brooklyn, den größten Stadtteil von New York mit 2,5 Mio. Einwohnern, welcher sich auf der Insel Long Island befindet – ebenso wie der Stadtteil Queens. Nach 21 km überqueren die Läufer die Pulaski-Brücke (Casimir Pulaski war ein polnischer Edelmann, der in der Amerikanischen Revolution kämpfte und bis zum Rang eines Generals aufstieg; er starb in der Schlacht von Savannah). Queens ist der zweitgrößte Stadtteil mit ca. 2,3 Mio. Einwohnern, von denen nahezu 50% im Ausland geboren wurden. Von Queens aus führt die Route über die Queensboro-Brücke (mittlerweile, nach dem früheren Bürgermeister E. Koch, auch Koch-Brücke genannt). Der Brückenaufgang ist wegen des steilen Anstiegs der schwierigste Teil des gesamten Marathons. Die Queensboro-Brücke endet im Stadtteil Manhattan – welcher ebenfalls eine Insel ist und eine Bevölkerung von ca. 1,6 Mio. aufweist. Die Insel wurde nach den Manhattoes Indianern benannt. Von Manhattan führt die Strecke weiter über die Willis Av.-Brücke zur Bronx auf dem Festland. Die Läufer nennen die Brücke auch „Die Mauer“ – sie liegt ungefähr bei der 20 Mile-32 km-Marke des Rennens und viele Läufer kommen hier an einen Punkt, an dem sie durch einen mittlerweile niedrigen Energiepegel bereit sind aufzugeben. Von der Bronx geht es dann zurück über die Madison Av.-Brücke nach Manhattan. Das Rennen endet im Central Park beim „Tavern on the Green“. Die maximal mögliche Laufzeit für den Marathon beträgt 8 ½ Stunden ab dem Start um 10.10h.

Durch das Bombenattentat in Boston sind nun leider noch mehr Sicherheitsmaßnahmen notwendig geworden, um eine sichere und problemlose Veranstaltung zu gewährleisten. Familienangehörige an der Ziellinie müssen durch ein spezielles Screening gehen, sämtliche Taschen in der Nähe des Marathons werden untersucht und um Waren zu transportieren werden durchsichtige Plastikbeutel verwendet. Ich empfehle Zuschauern idealerweise ganz auf Taschen zu verzichten. Falls Sie auf keinen Fall darauf verzichten können, dann kaufen Sie sich am besten eine billige durchsichtige Plastiktüte und verstauen Sie darin Ihre Sachen. Ob als Teilnehmer oder Zuschauer – ich wünsche Ihnen einen großartigen Marathon-Tag !

Das heutige, moderne U-Bahn-System befördert über 1,7 Milliarden Fahrgäste pro Jahr, hat 6.292 klimatisierte Wägen, 468 Haltestellen und ein 1.056 km langes Streckennetz. Mit nur einem Ticket kann man im gesamten Netz fahren, da es keine Tarifzonen gibt. Die U-Bahn operiert das gesamte Jahr über 24 Stunden pro Tag. Ungefähr 40% der Gleise sind oberirdisch oder befinden sich erhöht auf Überführungen. Am 24. Oktober 2013 wurden insgesamt 5.985.311 Fahrten gezählt – die meisten aller Zeiten. Das New York U-Bahn-System ist das siebent-verkehrsreichste Personenbeförderungssystem der Welt. Alle Züge führen durch Manhattan – außer dem G-Zug, welcher nur in Brooklyn und Queens verkehrt. Das System beinhaltet 2 getrennte Flotten, da ursprünglich die Linien privat betrieben wurden und die Tunnelmaße nicht einheitlich waren für die verschiedenen privaten Linien.

Und wie kamen wir zu dem heutigen, modernen U-Bahn-System? Die 1. Idee dazu kam im Jahre 1869 von Alfred Ely Beach, welcher einer 95 Meter langen Tunnel baute um damit seine Idee von einem rohrförmigen Transportsystem zu demonstrieren. Zu dieser Zeit gab es zahlreiche oberirdische Dampflokomotiv-Linien ganz Manhattan entlang, die wegen der Kohlemotoren eine enorme Luftverschmutzung verursachten. Beach’s Idee kam nie zum Tragen. Erst der große Blizzard 1888 gab den Ausschlag dazu ernsthaft mit der Planung zu beginnen, das Beförderungssystem der Stadt unterirdisch zu legen. Die Schneeverwehungen in Manhattan waren 16 Meter hoch und alle öffentlichen Verkehrsmittel standen für zahlreiche Tage still.

Die 1. U-Bahn-Linie wurde 1904 von der Interborough Rapid Transit Company (IRT) eröffnet. Die Stadt war eng mit den privaten Linien verbunden: alle Schienen, die nach 1913 für die Brooklyn Rapid Transit Company (BRT) und die IRT gebaut oder erneuert wurden, sind von der Stadt hergestellt und an diese 2 Firmen vermietet worden 1932 wurde die erste, vollständig von der Stadt selbst gebaute, Linie eröffnet als das Independent Subway System (IND). 1940 wurden die IRT und die BRT von der Stadt aufgekauft und langsam in die IND integriert. Bis heute hat die IRT – wie schon vorher erwähnt – ihre eigenen Wägen aufgrund der Enge der Tunnels.

Seit 1968 wird die New York City Transit Authority (verantwortlich für U-Bahn und Busse) unter der Metropolitan Transportation Authority (MTA) geführt.

In den vergangenen 20 Jahren wurden viele Stationen vollständig renoviert, alle bekamen neue Fliesenwände mit wundervollen, verschiedenen Motiven für jede Station. Meine Lieblingsstationen sind die 8th-Av-Linie sowie die N- und R-Stationen in Manhattan. Fliesen sind ein großer Bestandteil des Systems, da alle U-Bahn-Stationen gefliest wurden. Wenn Sie auf der Linie 6 fahren und an der Endstation (Brooklyn Bridge City Hall) nicht aussteigen – so wie es Ihnen der Zugführer eigentlich sagt –, dann können Sie eine wundervolle Station sehen an der die Züge wenden. Diese Station ist zu kurz für die heutigen Züge, daher wird sie nicht offiziell benutzt. Da es dunkel ist, müssen Sie Ihre Augen gut aufhalten. Dann werden Sie eine Station sehen können mit wunderschönen Wänden, welche nach der Methode von Rafael Gustavino – einem spanischen Einwanderer aus N.Y. – gestaltet wurden. Auch die Oyster Bar in der Grand Central Station wurde von Gustavino gestaltet.

Heute haben hunderte Stationen elektronische Displays, welche die Zeit bis zur Ankunft des nächsten Zuges anzeigen. Die MTA hat ein privates Unternehmen unter Vertrag genommen, welches den Service von Audio- und Textinformationen für Mobiltelefone und andere elektronische Geräte anbietet. Dieses Programm ist derzeit im Gange und bis 2017 sollen alle U-Bahn-Stationen damit ausgestattet sein.

Das heutige System ist modern, effizient und der beste Weg um in alle entlegenen Ecken der Stadt zu kommen.

 

Heute ist der Park eine gepflegte, wunderschön bepflanzte Freizeit-Oase, die von Millionen New Yorkern in Anspruch genommen und von fast allen Touristen der Stadt besucht wird. In seiner 160- jährigen Geschichte ging der Park durch eine Reihe von jahrzehntelangen Vernachlässigungen, von denen die letzte im Jahr 1980 mit der Gründung des Central Park Conservatory endete. Heute trägt die Conservatory etwa 83% des Jahresbudgets und beschäftigt 80% des Wartungspersonals . Im Jahr 1962 wurde der Park zum historischen Nationaldenkmal erklärt. Das größte Geschenk, das die Aufsichtsbehörde bis jetzt erhalten hat, waren 100 Millionen US Dollar, gestiftet von Hedge Fond Manager John A. Paulson.

Im Jahr 1848 war Andrew Jackson Downing einer der ersten prominenten New Yorker, der einen großen Park im Zentrum von New York (zu dieser Zeit war New York City Manhattan) vorschlug. Downings Überlegung war, dass so ein Park ideal wäre für all die verschiedenen sozialen Schichten der Stadt um sich in der Freizeit zu mischen und in Kontakt miteinander zu kommen. Aus verschiedenen Gründen kamen dann einige prominente New Yorker (wie z.B. Cullen Bryant von der Evening Post, Bown Minturn – einer der berühmtesten amerikanischen Händler und Schiffseigentümer des 19. Jahrhunderts in Amerika – und noch etliche andere) zusammen, um Downings Vorstellung von einem Park in Manhattan zu unterstützen und zu verwirklichen.

Damals wie jetzt war und ist in Bezug auf Immobilien in Manhattan nichts einfach. Der erste Versuch, einen Park in einem Gebiet namens Jones‘ Wood zu etablieren, scheiterte, weil die Besitzer dachten, Sie könnten mehr Profit erzielen, wenn sie das Gebiet kommerziell verwerten würden. Im Jahre 1853 entschied schließlich das Parlament von New York, das Enteignungsgesetz anzuwenden um 325 Hektar erwerben zu können (dies wurde erhöht auf 351 Hektar im Jahre 1863). 20 % des Landes gehörten drei Familien und die Stadt war bereits im Besitz von 56 Hektar. Im Jahre 1857 wurden einige tausend Menschen, die dort lebten, zwangsgeräumt. Als nächstes wurde ein Landschafts Design-Wettbewerb von der Kommission des Central Parks ausgeschrieben. Die Kommission entschied sich für den Greensward Plan, der von Olmstead und Vaux eingereicht wurde. Beide Männer waren starke Befürworter für die Verwendung von öffentlichen Raum für soziale Kontakte und Integration. Ihre Idee war, dass der Park einen harmonisierenden und verfeinernden Einfluss auf die Bürgerschaft haben sollte.

Im Jahre 1873 war der Park in seiner jetzigen Konfiguration im Wesentlichen abgeschlossen. Da ein grosser Teil des Bodens für Pflanzungen untauglich war, mussten 14.000 Kubikmeter Erde aus New Jersey importiert werden. Mehr als 10 Millionen Wagenladungen von Schmutz und Dreck wurden aus dem Bereich entfernt und über vier Millionen Bäume und Sträucher wurden gepflanzt, die mehr als 1.500 Pflanzenarten repräsentieren.

Bald nach seiner Fertigstellung ging es mit dem Park bergab, der Hauptgrund für diese Vernachlässigung war das mangelnde Interesse der politischen Kontrollinstanzen der Stadt. Nach dem Tod von Vaux im Jahr 1895 kam die Wartung und Pflege des Parks allmählich zum Stillstand und für eine Reihe von Jahrzehnten wurde nichts dafür getan um Bäume und Sträucher zu ersetzen und Vandalismus zu stoppen. Im Jahre 1934 ernannte Bürgermeister La Guardia mit der Sanierung des Parks Robert Moses. Die Aufgabe, vor der Moses stand, war die Verjüngung eines Überbleibsels aus einer vergangenen Zeit, das seit Jahrzehnten verwüstet worden war. Innerhalb eines Jahres wurde der Park gesäubert und massive Reparaturen und Wiederbepflanzungen wurden in Gang gebracht. Im Jahre 1960 verließ Moses seine Position und erneut wurde der Park wieder schwer vernachlässigt und fiel Vandalismus zum Opfer. Die jüngsten Vernachlässigungen wurden dann im Jahre 1980 mit der Gründung des Central Park Conservatory beendet. Heute ist die Zukunft des Parks durch einen grossen Fund gesichert.